GRIEFYARDS 2026


Künstler statement:

“Wir können die, die wir verloren haben, nicht behalten, doch etwas von ihnen bleibt in uns. Zwei Hände strecken sich einander entgegen: Die eine verblasst in der Vergangenheit, die andere bleibt in der Gegenwart. Zwischen ihnen liegt die Distanz des Verlusts und die Sehnsucht, das festzuhalten, was langsam verschwindet.

Durch Stickerei auf einer Fotografie gebe ich diesen Spuren eine körperliche Form und sticke das, was vergangen ist, in das, was bleibt. Wir können den Weg, den sie gegangen wären, nicht weitergehen, aber wir können das, was sie in uns hinterlassen haben, mittragen und es unseren eigenen Weg prägen lassen. Vielleicht behalten wir einen Menschen auf diese Weise bei uns: nicht indem wir an dem festhalten, was vergangen ist, sondern indem wir seine Spuren in das Leben hineintragen, das wir weiterleben.” - Kseniia Kovalenko

Artist’s notes:

“We cannot keep those we have lost, but something of them stays within us. Two hands reach towards each other: one fading into the past, the other remaining in the present. Between them lies the distance of loss, and the longing to hold on to what is slowly disappearing.

Through embroidery on a photograph, I give these traces a physical form, stitching what is gone into what remains. We cannot follow the path they would have taken, but we can carry what they left within us and let it shape our own. Perhaps this is how we keep someone with us: not by holding on to what is gone, but by carrying their traces into the life we continue to live.” - Kseniia Kovalenko

Kseniia Kovalenko
„ The Traces That Remain ”, 2026

Medium: Photography and embroidery on photograph
30×40cm
Price upon request
www.kseniiacaptures.com



Um deinetwillen möchte ich gerne an ein Weiterleben nach dem Tod glauben, aber das kann ich nicht. Dein Weiterleben ist in meinem Sein durch die Spuren, die du in mir hinterlassen hast. Ich kann dir nur mehr in mir begegnen und will aus deinen Spuren meinen ganz eigenen Weg machen. Ich vermisse dich und habe Sehnsucht nach den Spuren, die du noch hinterlassen hättest können, wenn du noch lebtest. Aber ich bin unendlich dankbar für deine Spuren, die bleiben.