Birgit Kiennast
„Your grandparents´prayers”, 2025
Mixed media on canvas
50x70 cm
(price on request)
www.birgitkiennast.com

An besonders hektischen Tagen und ich habe einige davon, sehne ich mich danach, in eurer kleinen, einfachen Küche zu sitzen. Oma kocht und du ordnets noch schnell ein paar Dinge. Wenn es draußen zu laut und zu voll war, war eure Wohnung in Erdberg, eine kleine Gemeindebauwohnung, mein Zufluchtsort. Eure Bescheidenheit und Zufriedenheit hat mir unmittelbar Ruhe gegeben. Einfach sitzen, Oma beim Kochen beobachten, dich beim konzentrierten Ordnen und bereits den Duft des Essens inhalierend. Ich vermisse euch und das, obwohl es schon einige Jahre her ist, dass ihr gestorben seid. Manchmal so, dass es wehtut. Gleichzeitig füllt sich mein Herz mit Dank und Liebe.

Artist’s notes:

"Your grandparents' prayers are still protecting you"

“Auch ich habe Erinnerungen an eine kleine Küche, die meine Großeltern mit Liebe füllten. Dieses Gefühl lebt weiter, auch wenn sie nicht mehr da sind.

In dem Bild wird diese Küche spürbar – die Enge, die Dunkelheit, die Entfernung. Die Silhouette der Großmutter im Hintergrund. Die Blumen, die das Leben sind. Das sorgfälltig gestärkte, gehäkelte Deckerl.

Die Liebe, die wir als Kinder erfahren haben, trägt uns ein Leben lang.” - Birgit Kiennast



Antonella Quacchia
„Light that Endures", 2025
Mixed media on canvas
90x65cm
The body remembers what the mind cannot name. And still, it holds the light.
(price on request)
antonella-quacchia.com

Als ich vor vier Wochen nackt vor dem Spiegel stand und meine blauen Adern von der Brust bis zum Hals abtastete, warst du schon da. Und doch … wann beginnst du zu existieren?
Seit dem ersten Ultraschall, bei dem dein Herz schlägt? Weißt du, mein Herz schlägt schon seit Jahren für dich.
Seit ich wusste, dass ich Mutter werden möchte, gehst du schon an meiner Hand mit. Manchmal hast du sie sanft gedrückt, manchmal kurz losgelassen, doch du bist immer zurückgekommen.

Wann existierst du? Wenn meine Brüste und mein Bauch es der Welt hinausschreien: „Seht uns an! Wir existieren!“ In ultimativer Symbiose.

Oder wenn wir dir einen Namen geben? Alles, was einen Namen hat, existiert. Im Laufe der Jahre hast du schon viele Namen getragen. Du wohnst seit Jahren hoffnungsvoll im Alphabet. Es gibt keinen Zweifel: Du existierst. Auch wenn wir uns noch nicht einig sind … eines Tages wird es glasklar sein, und die Buchstaben werden sich entschlossen in eine Reihe stellen, und der Name wird dich wählen.

Ich schreibe dir diesen Brief aus Liebe, auch wenn ich dich noch nicht kenne. Ich habe noch nie so sehr jemanden geliebt, der noch nicht da war – und zugleich schon seit Jahren. Dich früher zu treffen war nicht möglich, weil ich mich selbst noch nicht genug geliebt habe. Es wäre nicht fair gewesen, dich in meine Arme zu schließen, nur um dieses bodenlose Loch mitzufüllen. Jetzt bin ich bereit. Wir sind bereit für deine Ankunft. Der Arzt sagt, dass du existierst, aber dass es noch zu früh sei, um wirklich von dir zu sprechen.

Wie kann etwas zu früh sein, das immer schon da war?

Ich erwarte dich. Nimm dir Zeit.
Große Liebe ist geduldig.

 

//

Du warst nur für einen Augenblick da. Ein überwältigender Strom von Liebe. Tausend Träume wie Pfeile in die Zukunft geschossen.
Aber es durfte nicht sein. Ich nahm Abschied und starb ein wenig.
Danach geriet ich in einen Sturm. Die Angst, dich niemals zu treffen, war überwältigend. Zum Glück gibt es gute, kluge Ärzte, die so viel können. Ich bin ihnen unendlich dankbar.

//

So groß wie ein Feigenkügelchen, mit einem Herzchen, das stürmt wie ein Orkan.
Du bleibst. Ich spüre es.

Tränen rollen über meine Wangen wie eine warme Decke.
Sie gleiten an meinen Mundwinkeln entlang, und ich schmecke pures Glück.
 

Artist’s notes:

“My participation in the Griefyards project with the artwork "Light that Endures" springs from a raw, immediate connection. The moment I read Letter #11, it struck a chord that went beyond thought, tapping into a shared, primal experience. It spoke to the grief we feel when the body holds the memory of a desired life lost, before the mind can even form the words.

The letter is an extraordinary poetic and ambiguous text. It is a dialogue suspended in time: the time of waiting, the time of sudden loss, and the time of rediscovered joy. It evokes that moment when the tiny foetus, described as being "as big as a fig ball," decides whether to stay or not.

It is a text that keeps us on the edge between existence and non-existence, perfectly capturing the paradox of love: "I’ve never loved someone so much who wasn’t here yet, and at the same time, I’ve loved them for years." I know that moment described so well by the author: the fear that turns into a storm, the body bleeding, and the feeling of dying a little inside upon the announcement of the end.

This canvas is an homage to that "dying a little," but above all, to the capacity for rebirth that follows.  I intended the artwork to be a bridge between personal experience and the universality of this grief.

The central figure, with her exaggerated silhouette, emphasizes the tension between the dream of a big maternal belly and the more fragile reality. In that womb, the golden fig, a symbol of femininity and fertility, is the element of hope.

The gold that outlines it and traces lines on the body is not accidental: it evokes the Japanese technique of Kintsugi, the art of repairing with gold. Here, the gold does not hide the crack of pain, but exalts it, affirming that what is broken is also precious and strong. The grief does not disappear; it transforms itself into a healing light.

To counter the emotional intensity of the story, I used a deliberately restricted colour palette: primary blue (cold, evoking the "blue veins" and the sorrow), ochre (warm, evoking the mother Earth and life), white, black, and gold. This chromatic duality, cold against warm, expresses the intensity of the emotions clashing during uncertain gestation. I also used black volcanic sand for the hair. This heavy, textured material symbolizes the overwhelming mass of thoughts and worries that pile up in the head of an expectant woman.

The texts I included, in Italian, Spanish, English, and German, are not a copy of the letter, but its echo in my own interpretation. They form a chorus of voices that underscores the universality of maternal love and grief.

  • I speak to you. / Even if I don’t know / you are there. / Each uncertain beat / is light that endures” (EN)

  • Tu existencia / se tejió entre letras, / ahora serás / un solo nombre” (ES)

  • “Du warst immer da. / Wie ein Herz, / das stürmt / wie ein Orkan. / So groß wie eine Feige. / So zart wie ein Versprecher.” (DE)

  • “To ho sentito forse. / O forse era solo / il mio cuore / che cercava il tuo. / Il silenzio / non ha risposto / ma io continuo / a parlarti.”  (IT)

These words are dedicated to all women who have experienced perinatal loss. To those who felt a life, loved it for years before it arrived, and had to say goodbye for an instant, or forever.

The title, “Light that Endures”, is my conclusion. Despite the loss and despair, there is a light, a love, that never goes out. It resists and, in the end, triumphs. It is the light of unconditional, patient love, waiting for the right moment to manifest itself." - Antonella Quacchia

Stefanie De Vos
„Ohne Titel”, 2025
Mixed Media auf Papier
30x40cm
(price on request)
www.stefaniedevos.com

Wenn ich gewusst hätte, dass es das letzte Mal ist, hätte ich dich viel fester gehalten.

Peter Schönhardt
„Unbroken”, 2025
Digital painting
Fine Art Print on Hahnemühle Büttenpapier
32,5 × 42,5 cm
(price on request)
www.studiopesc.com

"Mein letzter Brief an sie"

„Herzallerliebste – Ach! – sehnsüchtig vermisste, schmusewortesanfte, kussalbernstürmische Pollenfee!“

So oder so ähnlich begannen die meisten unserer hunderten Briefe. Wortkreationen, die wir einander über Jahre zum Geschenk machten. Wir schrieben sie hin, wenn wir nicht beieinander sein konnten; wenn wir uns zueinandersehnten; wenn uns das Fernsein so furchtbar weh tat und wir die Stunden, die Minuten zählten, bis wir uns wiedersehen konnten. Über’s Briefeschreiben haben wir uns ineinander verliebt. So viele Jahre, bis wir einander endlich getroffen haben und uns zum zweiten Mal verliebt haben. 

"Die Liebe, die wir uns erschaffen haben, Süße, war nicht von dieser Welt. Ich glaube manchmal, sie war nicht einmal für zwei Menschen gedacht. Viel zu groß, viel zu sanft, viel zu zärtlich war sie, als dass zwei Menschen wie du und ich alleine damit umgehen hätten können. Und doch: Wir haben’s hinbekommen. Du und ich. Und sie war wunderschön. Dass wir’s am Ende doch verkackt haben, dass uns ein unbedachter, schwacher Augenblick am Ende auseinandergebracht hat…!

In den 19 Jahren danach gab es nicht einen Tag, an dem ich nicht an Dich gedacht, an dem ich Dich nicht vermisst hab‘. In allem Schönen, das ich gesehen und erlebt hab, hast Du immer gefehlt. Ich tröstete mich mit dem einzigen, woran ich wirklich glaubte in diesem Leben: Dass wir einander wiederfinden. Eines Tages. Zweifellos! Waren wir auch einander fern, gespürt haben wir einander immer, und darum war das Leben lebbar. Weil wir wussten: Der andere ist da draußen. Und wir würden einander wiederfinden. Als ich erfahren hab, dass Du zuletzt ganz nahe bei mir gearbeitet hast, verstand ich endlich, wie es sein konnte, dass ich so oft das Gefühl hatte, dich plötzlich nahe zu spüren, mich nach Dir umgedreht hab.

Wie oft hab ich das Telefon in der Hand gehabt, wollte dich anrufen! Ich hab‘ mich nie getraut. Ich dachte, du seist verheiratet, hättest bestimmt Kinder, wärst glücklich. Eine schöne, kluge, liebevolle Frau wie Du! Wie solltest Du alleine sein! Ich durfte mich nicht in Dein vermeintliches Glück drängen. Als ich mich doch überwunden hab, lagst du schon im Koma.

Dein Opa meinte am Telefon: “Lydia hat immer erzählt, sie hat nur eine große Liebe in ihrem Leben gehabt.” Ich hockte da am Gehsteig, heulend, und ich hab‘ mich verwünscht dafür, nicht eher angerufen zu haben. Und ich wollte nur noch eines: Zu Dir! Doch sie haben mich nicht zu Dir gelassen. Und so stand ich da, wieder und wieder, Monat um Monat, vor dem Heim, hab‘ auf die Fenster geschaut und nach einem Zeichen gesucht, um wenigstens zu wissen, hinter welchem du schläfst. Ich hab‘ mit Dir geredet. Gegen den Regen, gegen den Wind, gegen den stillen Schnee, in der Hoffnung, Du würdest irgendwie spüren, dass ich da bin.

So viele Wochen, in denen ich hoffte, der Anruf käme, dass ich zu Dir dürfte. Nur ein einziges Mal. Nur einmal Dich wiedersehen. Ich träumte davon, Deine Hand zu berühren, so, wie ich sie damals berührt hab, zum allerersten Mal, als Du meintest, meine Berührung ginge durch und durch. “Lass das!”, hast du sinnbetört geflüstert. Soll man mich Lügen strafen! Ich bin mir sicher, Du hättest mich gespürt. Ob es gereicht hätte, Dich aufzuwecken? … Das Telefon blieb stumm.

Und dann kam der Tag vor einem Jahr, als ich – zufällig – in Bruck war. Als ich wegen der Umleitung an der Kirche vorbeikam und für Dich gebetet hab. Auf meine Weise. Laut, stürmisch, frech, respektlos. So, wie ich eben zu Gott spreche. Und ich hab‘ das Blatt am Anschlag gesehen mit Deinem Namen drauf. Grad noch rechtzeitig kam ich am Friedhof an. Niemand hatte mir Bescheid gegeben. Doch ich war da. Zufall will meine Nüchternheit es nennen. “Sie hat Dich gerufen, damit Du den letzten Weg mit ihr gehst.”, haben andere gesagt. Ich blieb‘ im Stillen verborgen. Ich war nicht eingeladen. Verstohlen, zwischen Steinen, hab‘ ich gehört, was sie über Dich zu sagen wussten. Es war nicht viel. Und das Wenige war falsch. Er war eingeladen. Er war schon da. Er war schon lange vor Dir da. Er, der Dir als kleinem Mädchen so wehgetan hat. So weh, dass Du Dich in diese fürchterliche Krankheit geflüchtet hast, aus der Du Dich so tapfer mit mir herausgekämpft hast, zurück ins Leben, das Du so sehr geliebt hast.

Als Du mir eines Abends sagtest, das bis anhin für Dich Undenkbare … “Erzähl mir von ihr, ja?” Und ich sagte: “Ein kleines Mädchen. Wunderschön und klug. Mit ganz viel von Dir und einem kleinen Bisschen von mir.”, da warst Du so glücklich. Ich träume von ihm, Lydia, von uns’rem Mädchen. Es ist so wunderschön. Mit ganz viel von Dir und einem kleinen Bisschen von mir…

Seit nunmehr vier Jahren komm‘ ich hierher. An diesen fürchterlichen Ort. An dieses triste, schiefe Loch, an diesen Stein, an dem Dein Name fehlt und bringe Dir Dein Licht. Ich starre auf den Namen an dem Stein. Sein Name. Der gottverfluchte Name von ihm, der Dich vergewaltigt hat, und auf dessen vergammelten Kadaver sie Dich draufgeworfen haben wie einen ungeliebten Hund. Kein Wind, kein Sturm und nicht die Sonne können meine Tränen trocknen, die ich wein‘ um Dich. Ich träum‘ von Dir. Ich spür‘ Dich, riech‘ Dich, hör‘ Deine Stimme und Dein Lachen. Wie endlos groß die Welt ist, ohne Dich darinnen und wie trostlos leer!

So viele Fragen hab‘ ich und nicht eine Antwort. Wohin ich geh‘, nach Deinen Spuren suchend, treff‘ ich auf Schweigen. Ich schreib‘ Geschichte um Geschichte, dass mir der Kopf nicht platzt. Ich schreib‘ wie schön Du warst, was für ein liebevoller, wunderbarer Mensch, damit man sich an Dich erinnert. Damit es Menschen gibt, die von Dir lesen, die Dich mit mir vermissen, die mit mir traurig sind, weil Du nun fortgegangen bist für immer. Die Traurigkeit, die ich empfinde, ist viel zu viel für einen Menschen. Sie bringt mich um mit jedem Atemzug, mit jedem Seufzen, Stück für Stück. Es ist schon gut so, es ist recht. Wie soll ich leben ohne Dich?

Dass Dich der Herrgott fortgenommen hat, kann ich ihm nie verzeih’n. Es ist ein seichter Trost, zu wissen, dass Du im Himmel bist, ganz ohne Zweifel, dass Du dort glücklich bist und frei von Schmerz und Angst.

Ich sehn‘ mich harrend nach dem Tag, da meine Stunde schlagen wird. Wie groß der Himmel sein mag, wie endlos weit die grünen Auen seien, ich find‘ zu Dir, mein Herz. Ob Du mich dann noch lieben wirst, wie ich Dich lieb‘ und immer lieben werde, wenn alles Gottgemachte bricht, wenn jeder Stern verglüht, wenn nichts mehr ist, wenn alle Zeit zum Stillstand kommt, am jüngsten Tag… Ich weiß es nicht. Ich hoffe.

Der Augenblick wird kommen, da ich Dich wiederseh‘. Dann will ich sagen, was einmal wichtig war: “Ich liebe Dich!” Und ich will harren, ich will bangen, und ich will zittern lange Augenblicke, Äonen meinethalben, ob Du’s auch mir noch einmal sagen wirst und mich erlöst damit.

Du fehlst mir so unendlich, Liebste! An jedem Tag, in jeder Nacht, in jedem Augenblick. So viele Jahre schon. Und nun für immer. Du fehlst der ganzen Welt; sie ist so unvollständig ohne Dich und weiß es nicht einmal. Der Tag vermisst Dich sonnenschwer, die Nacht beweint Dich sternendüster. Die bunten Vöglein tragen Trauer und hocken schweigend in den Ästen von Bäumen ohne Laub. Und ich? Ich seufze, gieße meinen schweren Scherbenherzenodem in die Welt und bring‘, was kreucht und fleucht darinnen, mit mir zum Heulen.

“Für immer.”, hab‘ ich Dir versprochen und hab’s gehalten, werd‘ es für immer halten. Ich liebe Dich. Das will ich tun, solang ich mein‘, dass Du es willst, mich auch noch liebst. Vielleicht. In meinem Herzen lebst Du fort, solang‘ ich atme. Und wenn ich nimmer bin, erzählen die Geschichten, die ich schrieb‘, von Dir.

Und Menschen werden seufzen, werden lächeln, werden weinen. Sie werden Dich – wie ich – vermissen. Es wird sie dauern, dass sie Dich nicht im Leben kennenlernen konnten, dass sie das Strahlen niemals sahen, das Du warst. Ich weiß allein, wie unbegreiflich schön Du warst in Deiner Liebe. Ich weiß, wie reich ein Leben ist mit Dir darinnen, welch eine Gnade. Hab‘ Dank für jedes Lachen, für jeden Traum an meiner Seite, für jeden Kuss und jede Albernheit. Hab‘ tausend Dank für Deine wunderschöne Liebe, die Du so frei an mich verschenkt hast. Hab‘ Dank für Deinen Schmerz, den Du mit mir geteilt hast, den Du mir übergeben hast, damit ich ihn für Dich verwahre. Hab‘ Dank für jeden Augenblick, in dem Du glücklich warst mit mir und ich mit Dir.

Ich hätt‘ so gerne Dich nur einmal noch gesehen und Deine Hand gefasst und Dir gesagt: “Wie schön Du bist! Wie ich Dich liebe! Wie ich so glücklich bin in Deiner Nähe!”

Bis wir einander wiedersehen…
In Liebe.
Dein Pollenkater

Milla O. Fogarasi
„mother’s lilac lullaby”, 2025
Digital artwork
40x50cm
(price on request)
www.figandnook.art

Liebe Vik und Jakob,

Vor 10 Jahren waren wir in diesem Moment noch unbeschwert, nah beieinander. Ihr beide in meinem Bauch und schon vollständig die Herzen von Papa und mir erobert. Wir wussten noch nicht lange, dass nicht nur ein, sondern zwei kleine Herzen unter meiner Bauchdecke schlugen. Das zeigte sich während einer Notfalluntersuchung, weil es so aussah, als hätte ich eine Fehlgeburt. Aber im Gegenteil. Wir verloren kein Baby, sondern bekamen noch eins dazu. Einer von euch beiden erwies sich bei der ersten Ultraschalluntersuchung als guter Verstecker. Von Anfang an habt ihr uns überrascht. Wir hatten uns ein Leben mit Zwillingen nicht sofort vorgestellt. Es war mental ein kurzer Schock. Aber wie willkommen wart ihr beide… Zwei Brüder, die gemeinsam die Welt entdecken und immer füreinander da sein würden.

Einige Zeit später mussten wir erneut umdenken. Starke Schmerzstiche in meinem Bauch wurden als normal bezeichnet, erwiesen sich aber später doch als ernsthafte Signale. Von nun an mussten wir alles so ruhig wie möglich angehen und hoffen, dass sich alles stabilisiert. Unterdessen entdecktet ihr bereits, wie stark eure Arme und Beine waren. Ihr strampeltet fröhlich gegen meine Bauchdecke. Und unsere Hände, die von Papa und Mama, suchten neugierig, Zentimeter für Zentimeter, nach der richtigen Stelle, um diese Tritte zu spüren.

Das „ruhig angehen“ wurde zum Liegen. Das Liegen wurde zu einem Krankenhausaufenthalt. Wir blieben in ständiger Anpassung. „Alles kann noch gut werden“, hieß es. Und für uns gab es keine andere Wahl. „Ihr bleibt in meinem Bauch“, wurde mein Mantra. Eure Tritte wurden stärker und die Sorgen größer. Wir balancierten ständig zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Zuerst von Woche zu Woche, dann von Tag zu Tag, schließlich von Stunde zu Stunde. Und unterdessen ließet ihr uns fühlen, wie viel Lebensenergie in euch steckte. Mit jedem Tritt schien ihr zu zeigen, wie sehr ihr dieses Leben wolltet. Und mein Herz sehnte sich so sehr nach einem Leben mit euch… Der Schmerz nahm zu, aber euch loszulassen war einfach keine Option. Mein Geist war entschlossen, und dennoch konnte mein Körper euch nicht halten, obwohl dies mein größter Wunsch war. Euch festzuhalten… Zum richtigen Zeitpunkt… Unzählige Male… Nah, ganz nah. Euch wachsen zu sehen, gemeinsam. Und dann, erst zum richtigen Zeitpunkt, loslassen und euch eigenständig weiterentwickeln sehen.

Dieses Verlangen und diese Entschlossenheit sorgten dafür, dass wir so lange wie möglich zusammenblieben. Doch plötzlich reichte das nicht mehr. „Du musst jetzt gebären. Gleich musst du pressen.“ Und selbst da konnte ich es noch nicht. Mein Kopf wehrte sich hartnäckig. Bis mir klar wurde, dass ein Verharren im Geburtskanal auch für euch schmerzhaft sein könnte. Aber glaubt mir, liebe Vik und Jakob, es war das Schwerste, was ich je tun musste. Denn jeder Pressstoß bedeutete einen Schritt näher an eurem Tod… Noch nie standen Herz, Kopf und Körper so weit auseinander. Denn ihr wart so ersehnt. Nur war es damals noch zu früh.

Und dann hörte ich dein erstes Geräusch, Vik. So schön. Ein Mutterinstinkt übernahm und die Hoffnung wuchs. Ich sah teilweise, wie du in Papas Armen landetest, während die Hebammen deinen Bruder aus meinem Bauch holten. Es war nicht die ruhige Geburt, die ich euch gewünscht hätte. Sie war überwältigend. Unzählige Menschen, Blicke ohne Worte, Handlungen ohne Absprache, Fragen in meinem Kopf, Sehnsucht und Hoffnung in meinem Körper. Und dann kam doch die Nachricht, dass ihr gestorben wart. Alle Hoffnung zerbrach in tausend Stücke… Die verschwommenen Gesichter verschwanden und ich konnte euch endlich halten und eure Gesichter und Körper zwischen den Wickeln suchen. Und alles stand still… Ich war so überwältigt von eurer Schönheit… Perfekte Gesichtchen, herrlich runde Kinnchen, vier identische Füßchen… Eure Körper schienen gemacht, um sich perfekt an unsere Brust zu schmiegen. Euren Duft könnte ich aus tausend erkennen. Stolz und Mutterliebe übernahmen. Weinen in eurer Gegenwart gelang an diesem Abend nicht. „Denn stellt euch vor, ihr würdet auch etwas fühlen… Dann könnte es nur Liebe sein.“ Und diese Liebe war so immens… Unsere kleinen Jungs, unsere Schätze… Wir hätten die Welt so gerne mit euch entdeckt. Die Tage mit euch waren die intensivsten meines Lebens. Wir hielten euch so fest wie möglich in unseren Armen… Und bis heute rufe ich dieses Gefühl noch ab. Ihr zwei Kleinen in meinen Armen, auf meiner Brust. Meine Finger streichen sanft über eure Nasen, Mündchen, Finger… Und noch immer hoffe ich, dass ihr damals gespürt habt, dass ich euch noch so viel länger in meinem Körper hätte halten wollen, und noch so oft in meinen Armen, zum richtigen Zeitpunkt…

Bis heute vermissen wir euch. Euer Papa, eure Mama, und inzwischen auch eure Schwester und euer Bruder. Ihr bleibt Teil unserer Familie und wir werden weiterhin über euch sprechen und an euch denken. Ada, eure kleine Schwester, sagt oft, wie gern sie ihre zwei großen Brüder in ihrer Nähe hätte. Und Astor, euer kleiner Bruder, spricht stolz über seine großen Brüder. Ihr seid fest in unserer Familie verankert und auch in den Herzen vieler anderer wunderbarer Menschen. Liebe Vik und Jakob, ihr werdet geliebt…

Und bis heute macht ihr einen wesentlichen Unterschied. Ihr habt uns bis ins Innerste fühlen lassen, was bedingungslose Liebe ist. Ihr habt uns zu Mama und Papa gemacht. Ihr seid unsere ersten beiden Söhne. Ihr helft uns zu erkennen, was wirklich die Essenz des Lebens ist. Ihr habt mich so viel näher zu meinem Papa und eurem Opa gebracht (inzwischen ist auch er unerwartet verstorben, und manchmal stelle ich mir euch drei zusammen vor. Ihr beide, jeweils auf einem Arm bei ihm. Alle breit und stolz lachend.) Ihr habt uns fühlen lassen, wie warm andere sein können und wie sie helfen zu tragen. Ihr habt uns gelehrt, wie widerstandsfähig wir sein können (auch wenn wir das lieber nicht erfahren hätten). Ihr habt zusätzliches Verständnis und Wissen in die Welt gebracht über Trauer beim Verlust von Babys. Ihr habt einen besonderen Platz im Geburtswald geschaffen, wo wir und viele andere Ruhe finden und euch gedenken (und inzwischen auch euren Opa und eure Urgroßmutter). Es ist auch der Ort, wo wir das Leben feiern und uns erneut verlobten, obwohl Papa und ich eigentlich schon lange im Kopf und Herzen verheiratet sind, seit ihr in unser Leben gekommen seid. Ihr habt Tag für Tag einen Unterschied gemacht und macht ihn noch immer.

Liebster Vik. Liebster Jakob. Ich vermisse euch immer noch. Ihr bleibt in jeder Faser meines Körpers präsent. Ich halte euch in Ehren… Immer… Ich hoffe, ihr spürt das, meine Söhne. Ich liebe euch unendlich…

Küsschen auf eure Stirn,
Küsschen auf eure Nase,
Küsschen auf eure Wange,
Mama

Lieve Vik en Jakob  (original letter)

10 jaar geleden waren we op dit moment nog zorgeloos, dichtbij elkaar. Jullie samen in mijn buik, en al volledig het hart van je papa en mij veroverd. We wisten nog niet zolang dat er niet een, maar twee kleine hartjes aan het kloppen waren onder die buikwand. Dat bleek tijdens een spoedconsultatie, omdat het leek alsof ik een miskraam had. Maar integendeel. We verloren geen baby, maar kregen er net eentje bij. Een van jullie twee bleek een goede verstopper te zijn tijdens de eerste echografie. Vanaf jullie prille begin zorgden jullie al voor verrassingen. We hadden ons niet meteen een leven met een tweeling voorgesteld. Het was mentaal even schakelen. Maar wat waren jullie allebei zo welkom… Twee broertjes die samen de wereld konden verkennen en elkaar altijd dichtbij zouden hebben. 
Enige tijd later moesten we opnieuw schakelen. Hevige pijnscheuten in mijn buik werden benoemd als normaal, maar bleken later toch ernstige signalen te zijn. Vanaf nu moesten we het samen zo rustig mogelijk aandoen en hopen dat alles zich stabiliseerde. Ondertussen waren jullie echter volop aan het ontdekken hoeveel kracht jullie armen en benen hadden. Ze trappelden lustig tegen mijn buikwand. En onze handen, die van jullie papa en mama, zochten nieuwsgierig, centimeter voor centimeter, naar het juiste plekje om die trapjes te voelen. 
Het rustig aandoen werd plat liggen. Het plat liggen werd een ziekenhuisopname. We bleven schakelen. “Alles kan nog goed komen”, kregen we te horen. En voor ons was er geen andere keuze. “Jullie blijven in mijn buik”, werd mijn mantra. Jullie trapjes werden heviger en de zorgen werden groter. We balanceerden voortdurend tussen hoop en wanhoop. Eerst van week tot week, dan van dag tot dag, tot het van uur tot uur werd. En ondertussen lieten jullie voelen hoeveel levenskracht er in jullie zat. Met elke trap leken jullie te tonen hoeveel zin jullie in dit leven hadden. En mijn hart verlangde zo naar een leven met jullie… De pijn nam toe, maar jullie loslaten was gewoon geen optie. Mijn geest was vastberaden, en toch kon mijn lijf jullie niet houden, ook al was dat mijn grootste verlangen. Jullie vasthouden… Op het juiste moment… Talloze keren… Dicht, dicht, dichtbij. En jullie zien groeien, samen. En dan pas, op het juiste moment, loslaten en jullie zelfstandig zien verder ontwikkelen. 
Dat verlangen en die vastberadenheid zorgden dat we zo lang mogelijk samenbleven. Maar opeens was dat niet genoeg meer. “Je moet nú bevallen. Zo meteen moét je persen.” En ook dan kon ik het nog steeds niet. Mijn hoofd bleef halsstarrig tegensputteren. Tot het besef kwam dat blijven vastzitten in een geboortekanaal ook voor jullie pijnlijk kon zijn. Maar geloof me, lieve Vik en Jakob, het was het moeilijkste wat ik ooit moest doen. Want elke pers, betekende een stap dichter bij jullie overlijden… Nog nooit hadden mijn hart, hoofd en lijf zo ver uit elkaar gestaan. Want jullie waren zó gewenst. Alleen was het toen nog te vroeg. 
En toen hoorde ik je eerste geluidje, Vik. Zo mooi. Een moederinstinct nam over en de hoop groeide. Ik zag deels hoe je in de armen van je papa belandde, terwijl de vroedvrouwen je broer uit mijn buik duwden. Het was niet de rustige bevalling die ik jullie had willen geven. Het was overrompelend. Talloze mensen, blikken zonder woorden, acties zonder overleg, vragen in mijn hoofd, verlangen en hoop in mijn lijf. En dan kwam toch de boodschap dat jullie overleden waren. Alle hoop brak in duizend stukjes… De vage gezichten verdwenen en ik kon jullie eindelijk vasthouden en jullie gezichtjes en lijfjes zoeken tussen de wikkels. En alles stond stil… Ik was zo overdonderd door jullie pracht… Perfecte gezichtjes, heerlijk bolle kaakjes, vier identieke voetjes… Jullie lijfjes leken gemaakt om zich perfect te nestelen op onze borst. Jullie geur zou ik uit de duizend kunnen herkennen. Trots en moederliefde namen het over. Huilen in jullie bijzijn lukte die avond niet. “Want stel dat jullie ook maar iets zouden kunnen voelen... Dan kon het alleen maar liefde zijn.” En die liefde was er zo immens… Onze ventjes, onze patatjes… We hadden zo graag de wereld ontdekt met jullie. De dagen samen met jullie zijn van de meest intense in mijn leven. We koesterden jullie in onze armen, zoveel als we konden… En tot op de dag van vandaag roep ik dat gevoel nog op. Jullie twee kleintjes in mijn armen, op mijn borst. En mijn vingers die zacht over jullie neusjes, mondjes, vingers… gaan. En nog steeds hoop ik dan dat jullie toen voelden dat ik jullie nog zoveel langer in mijn lijf had willen houden, en nog zoveel vaker in mijn armen, op het juiste moment… 
Tot op de dag van vandaag missen we jullie. Jullie papa, jullie mama, en ondertussen ook jullie zus en jullie broer. Jullie blijven deel van ons gezin en we blijven jullie noemen en aan jullie denken. Ada, jullie kleine zus, zegt vaak hoe graag ze haar twee grote broers dichtbij zich zou willen. En Astor, jullie kleine broer, spreekt met trots over zijn grote broers. Jullie zijn genesteld in ons gezin, en ook in de harten van zoveel andere fantastische mensen. Lieve Vik en Jakob, jullie worden gekoesterd… 
En jullie maken tot op de dag van vandaag een wezenlijk verschil. Jullie leerden ons tot in de kern voelen wat onvoorwaardelijke liefde is. Jullie maakten ons mama en papa. Jullie zijn onze eerste twee zonen. Jullie helpen ons beseffen wat echt de essentie is in een leven. Jullie brachten me zoveel dichter bij mijn papa en jullie opa (ondertussen is ook hij onverwacht overleden, en soms stel ik me jullie drietjes samen voor. Jullie beiden, elk op een arm bij hem. Allemaal breed en trots lachend.) Jullie lieten ons voelen hoe warm anderen kunnen zijn en hoe ze helpen dragen. Jullie leerden ons hoe veerkrachtig we kunnen zijn (ook al hadden we dat veel liever niet geweten). Jullie brachten extra begrip en kennis in de wereld, over rouw bij het verliezen van baby’s. Jullie zorgden voor een bijzondere plek in het geboortebos waar wij, en vele anderen, verstilling vinden en jullie herdenken (en ondertussen ook jullie opa en overgrootmoeder). Het is ook de plek waar we het leven vieren en ons (opnieuw) verloofden, ook al zijn jullie papa en ik eigenlijk al lang in ons hoofd en hart getrouwd sinds jullie in ons leven kwamen. Jullie maakten en maken het verschil, dag in, dag uit. 
Liefste Vik. Liefste Jakob. Ik mis jullie nog steeds. Jullie blijven in elke vezel van mijn lijf aanwezig. Ik koester jullie… Altijd… Ik hoop dat jullie dat voelen, mijn zonen. Ik hou zo immens veel van jullie…

Kusje op jullie voorhoofd,
Kusje op jullie neus, 
Kusje op jullie wang, 
Mama

Blooming in May
„The Pain Of Absence”, 2025
Acrylic on Canvas
60 × 60 cm
(price upon request)
bloominginmay.com

10 LETTERS, 10 ARTWORKS

A chalkboard with a blue portrait of a woman, text in red that says 'Your grand 'parents' prayers are still protecting you', a drawing of a vase with pink flowers, and a crocheted doily on a table with a checkered cloth.
Painting of a pregnant woman with dark hair, looking downward, with handwritten text on the sides, against a soft, warm background.
Abstract colorful art piece hanging on a wire against a brick wall.
A framed colorful artwork depicting a black cat with a fairy perched on its back, surrounded by lush greenery, mountains, and rainbows.
Colorful abstract artwork featuring pink flowers, green swirling stems, and a large pink heart in the center, framed and hung on a brick wall.
A handwritten letter on white paper, discussing emotions, love, and hope, with some visible scribbles and notes.
Painting of a woman with closed eyes, resting her head on her arms, with dark hair and dark background.



María Antonieta Guillaumet (Antonieta – Art That Inspires)
„Eternal Bloom”, 2025
Watercolor on paper
40 × 50 cm
(price upon request)
www.antonieta.at


Meine kleinen Enkelchen,

euch zu verlieren, bevor ich euch berühren, sehen und im Arm halten durfte, hat so wehgetan. Den Schmerz eurer Eltern zu sehen, den unendlichen Schmerz der eigenen Kinder und ihrer Partner, hat mich daran zweifeln lassen, dass das Leben gut ist. Nichts ist mehr wie es war, vieles vorher Wichtige hat seine Bedeutung verloren. Aber da ist etwas, das das umkehrt. Das Leben ist nicht leer geworden, denn wir SIND Großeltern und Eltern - von euch! Wir spüren euch um uns, ihr seid da, bei jedem von uns, immer. Je mehr Zeit vergeht, umso stärker wird dieses Band, das tut gut, denn wie oft haben wir gehört: die Zeit heilt alle Wunden, das tut irgendwann nicht mehr so weh - doch, es tut weh, lebenslang, aber: Wir halten uns dabei an der Hand!

Ich liebe euch, eure Omi


Artist’s notes:

“Inspired by a grandmother’s letter to her grandchildren — loved and lost too soon, “Eternal Bloom” speaks of love that transcends time and loss. Two dahlias — one in gentle lilac, the other in white with soft golden and lilac tones — stand together as symbols of tenderness and hope.Through layers of watercolor, absence becomes presence, and silence turns into light.

As a mother, I cannot imagine such a profound pain — yet through this painting, I wanted to honor that love, that bond that never fades. A tribute to invisible connections, to the lives that touched eternity far too early, and to the strength of those who keep loving beyond loss.” - María Antonieta Guillaumet

Johanna Blaha
„Love is endless”, 2025
Acrylic on canvas
60 × 80 cm
(price upon request)
www.johannablaha.com

Mein geliebter Ehemann, geliebter Freund: Für mich bist du nah, obwohl ich dich physisch nicht mehr umarmen kann. Die Tage vergehen, ich rede in Gedanken mit dir, still und leise, für mich allein.
Die Menschen wollen wissen, dass es mir gut geht. Gut ohne dich. Ich fühle dich in einer anderen Form. Du bist Energie, wie die Sonne, aufhellend, stärkend, liebevoll. Vieles behalte ich für mich. In dieser Welt, wo Trauer möglichst kurz sein soll, möchte ich normal und frohen Mutes erscheinen, nicht anecken oder gar auffallen.
Was innen drin geschieht – meine Verbindung zu dir – bleibt im Verborgenen. Dabei würde ich es so gern teilen, offen, ehrlich, frei: Ich vermisse dich neben mir, ich und die Kinder leben weiter.
Tag für Tag nehme ich dich mit, weil du einfach dazu gehörst zu unserem Leben. Es gibt kein Ende von Liebe. Im Gegenteil: Liebe ist unendlich, so auch du. Danke für dich.

Antonio Labuhar
„Waldweg“, 2025
Tufted organic wool on canvas
60x80cm
(price on request)
www.alab.studio

Wieso hast du mir nie gesagt, dass du stolz auf mich bist?
Wir waren uns viel ähnlicher, als du gedacht hast.
Und doch konnten wir nur schwer miteinander kommunizieren.
Im Lauf der Zeit wurde „the elephant in the room“ in unserer Familie immer größer.
Wenn ich an dein Leben denke, kommt mir Dante in den Sinn: Nel mezzo del cammin di nostra vita mi ritrovai per una selva oscura, ché la diritta via era smarrita (in der Übersetzung von Kurt Flatsch: In der Mitte unseres Lebenswegs kam ich zu mir in einem dunklen Wald. Der rechte Weg war da verfehlt). Was wäre wohl gewesen, wenn du nie durch diesen Wald gekommen wärst?
Die verlorene Zeit kann niemand zurückbringen.
Jetzt kann ich dich nur noch in meinen Träumen treffen.

Artist’s notes:

“ “Waldweg” [Forest Path] tells the story of a soul lost and searching, wandering through the forest of its own existence.
The organic texture of wool becomes a bridge between a soft world and the hardness of reality - creating space for emotion, vulnerability, and acceptance. It invites the viewer into a tender world - one where softness becomes strength - for a “soft world”!

How did I end up here?
Which path am I walking?
Should I simply stay?
Will anyone - or anything - help me find my way out?

A lifeline runs through your dark place - a forest with a thousand paths and possibilities, yet each one seems darker than the last.
It feels like a descent, a path through hell.
Why am I here? Why is this my life? When will the light appear?
Can I simply step off the dark?

The spaces in between are filled with light.

My work is driven by the need to create a counterbalance to the hardness and acceleration of contemporary life. For me, wool is more than a material - it is an anchor, a soft resonant space where thoughts and emotions take shape. I want to show that softness can be a form of strength and that art can open spaces in which we encounter ourselves anew.” - Antonio Labuhar

Rosalie Goess-Enzenberg
„Dear grandmother”, 2025
Mixed media collage
32 x 42 cm
(price on request)
www.goesslie.com/goesslie-art

Artist’s notes:

“Wrinkles tell stories – of joy and sorrow, of all that has been lived, suppressed, or left unspoken.
They are traces of a life lived.

This work is inspired by a letter from a granddaughter to her late grandmother. The letter speaks of an experienced distance and a longing for closeness — of the attempt to understand why love sometimes cannot be shown.

The make-up represents the façade, the covering of what feels uncomfortable. The wrinkles stand for what shapes us, what cannot be erased. The colors within them symbolize the beauty that still finds its way through.

Through the aged, fragile, transparent skin, the letter shimmers — visible yet protected. Thus, the work becomes a quiet dialogue about vulnerability, understanding, and the realization that, in the end, life is about this: to love, to be loved, and to allow oneself to be loved.” - Rosalie Goess-Enzenberg

Three people looking at a framed watercolor painting of two purple flowers with yellow centers in an art gallery.
Painting of a full moon with white flowers and green leaves against a dark background, signed by Gianna Becha.
View of a woman standing in front of a textured beige and black abstract textile art piece on a gallery wall with a brick background.
A handwritten letter to a grandmother expressing feelings about understanding her passing and sensing her pain.
grief letters Trauer Briefe Wien Österreich events griefculture graveyards death help griefyards Rosa Braber Celine Vanhoutte
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