GRIEFYARDS

LINZ



GRIEFYARDS 2026 Linz ist Teil der Ausstellung „Death Positive“ im Nordico Stadtmuseum Linz.

GRIEFYARDS ist eine Kunst- und Schreibinitiative, die Raum für Trauer, Liebe und Erinnerung schafft.

In ganz Linz laden Briefkästen dazu ein, anonyme Briefe an geliebte Verstorbene zu schreiben. Zehn dieser Briefe werden von Künstler:innen in Kunstwerke übersetzt und im Rahmen der Ausstellung sowie einer öffentlichen Storytelling-Performance präsentiert – poetisch, zugänglich und berührend.

Briefe an die, die wir vermissen.

Unsere Mission

Griefyards illustration

Celine Vanhoutte & Rosa Braber

Mit GRIEFYARDS möchten wir Trauer sichtbar machen – ihr Raum geben, damit Gespräche über Verlust entstehen können. Es geht nicht nur um das, was fehlt, sondern auch um das, was bleibt: die Liebe, die Verbindung, die Erinnerung.

For my cousin. That’s why.

Making an art project about grief had been with me for years, but it became urgent after the sudden death of my cousin Frederik. He was only 48, leaving behind a loving wife and three children. As a new mother myself, the shock of his loss struck painfully deep. GRIEFYARDS became my way to make space—for sorrow, for memory, and for the love that doesn’t end.

The project invites people to write a letter to someone they’ve lost. It’s a simple act, but one I’ve found deeply healing. I remember writing to my grandfather just before he died, sitting by his bed with tears streaming down my face. I told him how much I loved him and ended the letter with a memory we both cherished: sharing Chokotoffs, our favorite family candy. At his funeral, I shared that memory aloud and secretly placed a Chokotoff in every coat pocket at the reception, hoping people would discover them later and smile through their tears.

Only a few months later, my younger brother went on his first far trip, backpacking through Vietnam. Just before takeoff, his friend’s visa fell through. Suddenly, he was flying alone. Anxious but brave, he sent us a message—and a photo: in his hand, a Chokotoff, offered by the man sitting next to him. Somehow, in that small gesture, it felt like our grandfather was still watching over him.

Grief isn’t only about loss. It’s about the ways we carry those we love, quietly and tenderly, into our present. Through these letters, GRIEFYARDS gives shape to what often goes unsaid—offering our love, regrets, and memories a place to land.”

- Celine Vanhoutte


We all have a story.
That’s why.

“Death and grief aren’t exactly favorite topics of conversation. They’re there, they have a right to exist, but we tend to keep them slightly at arm’s length. And yet, they’re deeply intertwined with life itself — with awareness, care, and gratitude.

There’s something beautiful about breaking that silence. About creating a space where these stories can be shared openly.

We all carry grief with us, sooner or later. Sometimes it lingers quietly in the background, until something small brings it rushing back — just for a moment. For me, it’s when I hear Simon & Garfunkel or the Beatles. Suddenly I’m back in my grandparents’ living room. Or when I catch sight or smell of candy from my childhood — in an instant, I’m in the kitchen of my other grandparents, hearing their voices again. It’s those fleeting moments that feel so big. Moments that pull me back to a time, and to people, who are no longer here.

We all have a story like that. And that’s why GRIEFYARDS exists: a place where all those stories can come together. An ode to life.”

- Rosa Braber


#BriefAnDich

Schreib einem geliebten Menschen, der nicht mehr hier ist. Setz dich. Trink einen Kaffee. Blätter in einem Buch. Lass die Kunst dich berühren. An jedem unserer Partnerorte findest du Zeit – und einen Briefkasten für deinen #BriefAnDich.

Vom 1. September bis 30. Oktober 2026 findest du deinen GRIEFYARDS-Briefkasten an verschiedenen Orten in Linz.

Die Standorte werden in Kürze bekannt gegeben.

Kein Weg durch Linz heute?
Dann schreib jetzt. Gleich hier, gleich jetzt. Dein Brief darf traurig, wütend, voller Liebe oder ganz still sein. Mehr Heilung liegt darin, als du denkst.

grief letters Trauer Briefe Wien Österreich events griefculture graveyards death help griefyards Rosa Braber Celine Vanhoutte

Die Künstler:innen

Griefyards Linz 2026

Ankündigung folgt in Kürze

  • "An besonders hektischen Tagen und ich habe einige davon, sehne ich mich danach, in eurer kleinen, einfachen Küche zu sitzen. Oma kocht und du ordnets noch schnell ein paar Dinge. Wenn es draußen zu laut und zu voll war, war eure Wohnung in Erdberg, eine kleine Gemeindebauwohnung, mein Zufluchtsort. Eure Bescheidenheit und Zufriedenheit hat mir unmittelbar Ruhe gegeben. Einfach sitzen, Oma beim Kochen beobachten, dich beim konzentrierten Ordnen und bereits den Duft des Essens inhalierend.”

  • "Mama is well - with her gentle spirit she holds us up in every way. And the most beautiful thing is that, even after twenty years, she still says goodnight to you every single evening. Of course, you already know that. To me, that is love in its purest form. I feel you watching over us, sharing in our milestones, and walking beside us unseen. One day we will meet again. Until then, I carry you in my heart."

  • "In allem, was du geliebt hast, suche ich dich – und genau dort finde ich dich wieder."

  • "Lieber Großvater, ich denke so oft an dich – und fast immer mit Tränen in den Augen. Ich wünschte, es wären Tränen des Glücks, Tränen über die schönen Erinnerungen an dich. Doch es sind Tränen der Sehnsucht, das tiefe Vermissen von dir. Denn es gibt so vieles in meinem Leben, das ich mir so sehr wünsche, du hättest es noch miterlebt."

  • "Es ist so schwer ohne dich. Ich liebe dich, und meine Worte können kaum ausdrücken, wie dankbar ich dir bin und wie sehr ich dich liebe. Ich liebe dich, Papa."

  • "Hallo Opa, ich habe Angst, dass meine Erinnerung an dich verblassen könnte. Bist du doch schon fast 30 Jahre nicht mehr hier. Denke ich an dich, dann zuerst an dein Begräbnis. Das erste, dass ich bewusst erlebt hatte. Das Weinen meiner Mutter, Tanten und Oma. (...) Spiel auf deinem Horn für uns wenn es regnet. Mach‘s gut."

  • "There was so much I wanted to say, but we said so little ... 
Was it really so long ago we picked cranberries on the cliffs and skipped rocks in Arnold’s Cove?"

  • "Was ich jetzt weiß ist, dass du diejenige warst die sich um alles gekümmert hat. Du hast im Hintergrund für alles gesorgt und wolltest nie im Mittelpunkt stehen. Dafür möchte ich dir Danke sagen."

  • "Du warst nur für einen Augenblick da. Ein überwältigender Strom von Liebe. Tausend Träume wie Pfeile in die Zukunft geschossen. Aber es durfte nicht sein. Ich nahm Abschied und starb ein wenig. Danach geriet ich in einen Sturm. Die Angst, dich niemals zu treffen, war überwältigend. Zum Glück gibt es gute, kluge Ärzte, die so viel können. Ich bin ihnen unendlich dankbar."

  • "J’ai appris tellement de choses, papa, des petites conneries comme des leçons importantes. Mais surtout, j’ai appris à donner une place à la douleur, à l’accueillir, et même parfois à en être reconnaissante, car sans l’amour profond que j’avais pour toi, cette douleur n’aurait peut-être jamais existé. Quelle ironie: ce qui ressemble à une punition peut-être un don déguisé."

  • "Wenn ich gewusst hätte, dass es das letzte Mal ist, hätte ich dich viel fester gehalten."

  • "How you once fished me out of the stream in the Ardennes when I was a child, because I recklessly chased my ball and, to use your words, "saved my life, and so I had to crown you my favorite cousin." ;) —That moment stays with me, so vividly— Couldn’t we have just agreed that this time, I would have saved you? You would have made it. (...) Until we meet again, dear cousin, will you say hello for me there?"

  • " Ich habe vergessen, wie du gerochen hast. Und es macht mich unendlich traurig."

  • "Jetzt steht meine Hochzeit an, und du kannst nicht dabei sein. Ich würde alles dafür geben, diesen Moment mit dir zu teilen. Aber in meinem Herzen bist du immer bei mir. "

  • "Ich vermisse dich so sehr, dass es weh tut. Doch ich werde nicht aufgeben, ich werde weiterleben, für unsere bunten und großen Träume. Wer meint, dass Trauer endet, hat die Unendlichkeit der Liebe nicht kennengelernt, die auch dein Tod nicht beenden konnte."

  • "Ich liebe dich über alles und ich weiß auch zum richtigen Zeitpunkt kommst du zu mir zurück mein Schatz. Es tut jeden Tag weh daran zu denken dass ich damals nicht für dich gekämpft habe, aber ich bin bereit für dich wenn du den Weg wieder zu mir findest. Bis dahin weiß ich jedes mal wenn ich zum Mond schaue dass du gut aufgehoben bist mit allen die schon bei dir oben sind. Ich hoffe du nimmst viel mit von ihnen mein kleiner Stern. Ich liebe dich über alles."

  • "Cari nonni, non passa giorno che non vi pensi, a quanto avete amato noi nipoti incondizionatamente e quanti sorrisi ci avete regalato."

  • "Du fehlst. Und es tut weh. Jede Sekunde, jede Minute, jede Stunde,… Jeden einzelnen Tag seit du nicht mehr unter uns bist."

  • "Wann hast du den Mut verloren? Ich vermisse dich."

  • "Die verlorene Zeit kann niemand zurückbringen. Jetzt kann ich dich nur noch in meinen Träumen treffen."

  • "Lieber Papa, Das letzte Mal als ich diese Worte verwendet habe „Lieber Papa“ schrieb ich dir gerade ein Email. Ich habe unseren Email- Verkehr sehr genossen, es war etwas nur zwischen uns beiden, etwas ganz besonderes, nur du und ich. Sonst habe ich keine Emails geschrieben. Welche Art von Email soll eine Zwölfjährige denn auch schreiben. Aber eine neue Nachricht in meinem Postfach von dir, und ich war glücklich. (...)"

  • "How I wish I could talk to you one last time, hear your voices and your laughter, hug you one last time."

  • "Ich vermisse dich und habe Sehnsucht nach den Spuren, die du noch hinterlassen hättest können, wenn du noch lebtest. Aber ich bin unendlich dankbar für deine Spuren, die bleiben."

  • "Und eine Zeit lang verschlingt mich der Gedanke, dass du nicht mehr existierst – nirgendwo. Dieses seltsame Gefühl im Körper: es ist Angst. Angst, zu vergessen, wie du warst, wie du gesprochen hast, wie du still wurdest, wie du mich berührt hast, wie du gerochen hast, wie deine Augen mich ansahen, und das Geräusch deines Lachens."

  • "Du hast mir gezeigt, was bedingungslose Liebe bedeutet. In Deinen Augen konnte ich keine Fehler machen."

  • "Ich glaube nicht an Gott oder den Himmel. Aber falls es da draußen irgendwas gibt, falls da irgendwas ist nach dem Tod, in welcher Form auch immer, dann hoffe ich, dass du dort auf mich wartest und wir uns in vielen Jahren wieder sehen. Es gibt so vieles, das ich dir sagen will."

  • "Danke für den Satz: „Trotzdem JA zum Leben sagen!“, den du mir mit auf meinen Weg gegeben hast."

  • "Warum hast du keinen anderen Ausweg gefunden? Du fehlst mir! Auch wenn wir uns durch die große Entfernung nicht oft sehen konnten, waren unsere gemeinsamen Treffen immer voller Liebe, Spaß und Austausch. Wir hatten uns vorgenommen, uns im neuen Jahr zu treffen, doch du hast mir geschrieben, dass du krank bist und dich meldest, wenn es dir besser geht. Warum hast du nicht angerufen, um mit mir über deine Sorgen und dein Leid zu sprechen?"

  • "Ich habe mit dir nur sehr kurze Zeit im Mutterleib verbringen dürfen und doch weiß ich, wie Du aussehen würdest. Heute, jetzt, nach allen den Jahren, in denen ich nicht mal wußte, dass es Dich gab. Du bist mir näher, als jeder andere auf dieser Welt und nur ich fühle, spüre, dass Du da warst. Du warst auf sehr besondere Weise immer präsent, ich konnte es nie deuten und jetzt, wo ich eine Verbindung mit dir klar kriegen konnte, kann eine fließende Beziehung zu Dir entstehen, meine zweite Zwillingshälfte."

  • "Je älter ich werde, desto mehr sehe ich dir ähnlich, liebe Oma. Wir haben dasselbe Lächeln, dieselben Augen, dasselbe Haar, dieselbe Statur. Und ich glaube, auch denselben Charakter – obwohl unsere Leben nicht unterschiedlicher hätten sein können. Ich glaube, dass wir, weil wir sensibel und ehrlich sind, uns nicht in den Vordergrund drängen oder um Aufmerksamkeit kämpfen, manchmal unterschätzt werden. Aber ich finde, du bist eine der stärksten Frauen, die ich je gekannt habe. Und ich traue mich immer mehr, mich selbst auch als starke Frau zu sehen. Verletzlich zu sein ist Stärke."

  • "Wenn ich an meine Tante denke, denke ich daran, dass es ihr Wunsch war, dass der Blumenstrauß, den ich ihr ins Spital geschickt habe, mit ihr verbrannt wird und mich das irgendwie ein bisschen tröstet."

  • "Liebe Mama „meine "Superheldin", du bist die tapferste, mutigste, liebenswerteste, lebensbejahende und dankbarste Frau, die mir mein Leben schenkte und mich auf meinen Lebensweg begleitet hat. Du hast mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Du hast einen festen Platz in meinem Herzen für immer und auch deine Liebe, die mich auch durch die dunklen Tage trägt, denn du bist meine Mama ...für immer!!!"

  • "Hallo Papa, hallo Oma! Ich habe vor zwei Wochen endlich meinen Tierärztinnenausweis abgeholt und war dann sehr traurig, dass ich mein hart erarbeitetes Studium Ende nicht mit euch teilen konnte. Ihr fehlt hier jeden Tag. Wir denken an euch."

Programm

  • DEATH POSITIVE

    "DEATH POSITIVE" - Gestorben wird immer

    NORDICO STADTMUSEUM LINZ
    23.10.26 - 04.04.27

    Der Tod ist ein sehr leben­di­ger Beglei­ter. Mal lei­se oder laut, oft uner­war­tet und manch­mal her­bei­ge­sehnt. Und trotz­dem schie­ben wir ihn ger­ne weit weg von uns. Die­se Aus­stel­lung holt ihn mit­ten ins Zen­trum – behut­sam, kon­fron­ta­tiv, humor­voll und radi­kal ehr­lich. Denn: Ster­ben müs­sen wir alle. Also reden wir dar­über, bevor es zu spät ist. 

    Wie gehen wir als Gesell­schaft mit dem Tod um – und wie ganz per­sön­lich? Was hat sich ver­än­dert, was wird ver­drängt, was bleibt? Vom Tabu zur neu­en Trau­er­kul­tur, von Tra­di­tio­nen bis zu außer­ge­wöhn­li­chen Trends im Bestat­tungs­we­sen. Auch Linz hat sei­ne eige­nen Geschich­ten und Orte des Ster­bens – berühm­te, berüh­ren­de, beson­de­re. Instal­la­tio­nen, Objek­te und Kunst­wer­ke aus der Samm­lung und als Leih­ga­ben schaf­fen Räu­me zum gemein­sa­men Reflek­tie­ren, Mit­füh­len und Inne­hal­ten. 

    Der Tod hat vie­le Gesich­ter. In die­ser Schau kom­men wir ihnen nahe. Ohne Angst. Mit Respekt. Mit Neu­gier. Und viel­leicht mit einem uner­war­te­ten Lächeln. Eine Aus­stel­lung, die lebt. Und vom Ster­ben erzählt.

    Kura­to­rin: Klau­dia Kreslehner

  • BOOK OR HOST GRIEFYARDS


    Bring our Griefyards storytelling performance to your space. Originating from our annual exhibition, this storytelling performance can also travel on its own — finding a home in bookshops, living rooms, libraries, hospitals, care facilities, cultural venues, or cemeteries.

    This performance is based on real letters and stories shared with us through the initiative, creating a space to reflect on grief, love, and remembrance.

    Guided by our symbolic postwoman Rosa, audiences are invited to break the silence around mourning and ignite meaningful conversations.

    Performance: Rosa Braber
    Concept & Text: Rosa Braber & Celine Vanhoutte 
    Music: Elena Schäfer & Hayden Arp (Gift Enough)

    ***

    This performance is designed for intimate settings and can be held in English, German, or Dutch.

    To host or book GRIEFYARDS, please get in touch.

© Quelle Surprise